norbert walter peters
komponist • klangkünstler
Resonator
  Partiturskizze
2010 dépôt de beau songe
(Das Archiv des schönen Traums)


2009 (op. 26/28)

für 5saitigen E-Bass con arco
(Janko Hanushevsky, Köln),
Sprecher (Max Volkert Martens, Berlin),
Tenor (Gunnar Brandt-Sigurdsson, Hamburg),
weitere Stimmen: Prof. Dr. phil Walter Huber und
14 Patienten der Aphasie-Station der
Neurolinguistischen Abteilung am
Universitätsklinikum Aachen;
Geräusche

dépôt de beau songe ist ein Auftragswerk des
Deutschlandradio Kultur Berlin und wurde im
November 2009 auf der Aphasie-Station
des Uni-Klinikums Aachen und Anfang des
Jahres 2010 im Studio von Janko Hanushevsky
sowie in den Studios des Deutschlandfunks Köln
und des DLR Kultur Berlin produziert.
Erstsendung: 05.03.2010 'Klangkunst'
DLR Kultur Berlin


„dépôt de beau songe“ („Das Archiv des
schönen Traums“) ist eine Zusammenlegung
des 2005 konzipierten Hörstückes „beau son.ge –
une féerie dialectique“ ("Der schöne Traum/der
schöne Klang G - eine dialektische Feerie"),
op. 26, mit dem zwei Jahre später
komponierten Hörstück „dépôt – le cerveau
mégaville“ ("Das Archiv - das Gehirn Megacity"),
op. 28.
Kryptologe der Vergangenheit
Über ein Jahrzehnt habe ich mich – Schritt für
Schritt – an das Werk von Walter Benjamin
herangetastet. Walter Benjamin, als „Kryptologe
der Vergangenheit“, sah die „Kulturwissenschaft als
Entzifferungsunternehmen“ an, wie es Christian
J. Emden
formuliert hat.
In diesem Sinne war der Historiker Benjamin
eigentlich immer – durch sein Denken – in meinen
künstlerischen Arbeiten anwesend: in dem Auffinden
einer energetischen Spur und in dem Nachspueren
von auratischen Bezügen.
Paris, Hauptstadt des 19. Jahrhunderts
Nach meinem zweiwöchigen Parisaufenthalt
in den Studios von Radio France zu Beginn des
Jahres 2005, kristallisierte sich der Gedanke heraus,
nunmehr das Passagen-Werk selber zum
künstlerischen Thema zu machen, sozusagen „Paris,
als die Hauptstadt des 19. Jahrhunderts“ als
Reminiszenz auf mich wirken zu lassen.
Wie meine Titelfindung „songe“ schon signalisiert,
soll die „Optik des Traumes auf die Wachwelt
gerichtet werden“, wie es Rolf Tiedemann als
Herausgeber der Schriften Walter Benjamins
formuliert hat. Als „dialektisches Zauberstück“,
wie es von Benjamin als ursprünglicher Titel des
Passagen-Projektes vorgesehen war.
À la recherche du temps perdu
Für eine Annäherung an das ‚große
Gedankengebäude’ seiner Schriftensammlung,
ließ ich mich von Adornos Deutung leiten, dass
„Benjamins Idee darin bestand, die Arbeit aus
Zitaten zu montieren, so dass die Theorie
gleichsam ‚herausspringt’. Meine Auswahl
bei der riesigen Fülle an Zitaten blieb daher rein
subjektiv ausgerichtet, sowohl was eben diese
Auswahlbeschränkung auf 20 Texte des
Passagen-Werkes selber angeht, als auch
deren Konfrontation mit zwei Textstellen aus
Marcel Proust’s „recherche“ und drei Auszügen
aus dem Briefverkehr Benjamins. Das verwendete
Sprachmaterial, vorgetragen vom Sprecher und
Sänger ist ausnahmslos deutsch und französisch.
Die Nervenzellen der Megacity Paris
Meine 2007 komponiertes radiophones Werk mit
dem Titel „dépôt - le cerveau mégaville“ („Das Archiv –
das Gehirn der Megacity“) hat sich dabei deutlich an
wichtigen Fragestellungen in einem Essay von
Wolf Singer, Direktor am Max-Planck-Institut für
Hirnforschung, orientiert: „Es lohnt sich aus
verschiedenen Gründen, die Strukturen von
Städten mit der Organisation des Gehirns in
Verbindung zu bringen.“, erklärt der Neuro-
Wissenschaftler in seiner 2002 veröffentlichten
Schrift ‚Die Architektur des Gehirns als Modell
für komplexe Stadtstrukturen?’ „Beide Systeme
bestehen aus einer Vielzahl eng miteinander
verknüpfter Komponenten, die in hochdynamischer
Weise miteinander interagieren, und beide Systeme
sind das Ergebnis eines Entwicklungsprozesses,
der im wesentlichen auf Prinzipien der
Selbstorganisation beruht.“
Ablegen von Erinnerungen
Meine künstlerisch Arbeit „dépôt“ – der Speicher,
das Archiv, der Bahnhof bzw. vom französischen
‚déposer’: dem Ablegen von Erinnerungen – ist die
chronologische und räumliche Aufarbeitung von
Begebenheiten und Wahrnehmungen an Orten einer
Megacity: in diesem Falle Paris. Den strukturalen
Formaufbau liefern mir eben diese subjektiven
Erinnerungsmomente an Aufenthalten in dieser
Megacity in einem Zeitraum von fünf Jahren.
Form bildet sich somit aus dem rekurrenten
Verfahren, ein Netzwerk zu erzeugen: ein
rekurrentes Netzwerk miteinander gekoppelter
Neuronen verarbeitet Informationen nicht nur in
einem geschlossenen Kreis, sondern versorgt diese
wiederum mit Informationen aus früheren Zuständen –
in sogenannten zurücklaufenden Bahnen. Klang – ,
Sprach– und Geräuschaktionen sind somit je einer
eigenen metrischen Taktvorgabe – zeitlich
divergierenden Ebenen – zugeordnet.
(siehe auch die obige Partitur-Skizze)
Die Feinstrukturen des Nervensystems
Der Klangsektor wird vom mit dem Bogen gespielten 5saitigen E-Bass im Tonbereich von 27 bis 48 Hertz
ausgeführt: „Neuronen in der Hirnrinde“, schreibt Wolf
Singer, „geben sich dadurch als zusammengehörig
zu erkennen, dass sie ihre Aktivität synchronisieren –
diese Synchronisationsprozesse erfolgen auf der
Basis von Oszillationen im 40-Hz-Bereich.“
Der Sprachsektor für „dépôt - le cerveau
mégaville“ ist – ebenso als analoger Bezug zur
Neurowissenschaft – aphasisch erkrankten Menschen
vorbehalten, welche ihre Sprachkontrolle nur bedingt
beherrschen und viel mehr Energie für den
Sprachprozess benötigen. Für den Geräuschsektor,
welcher den analogen Bezug zur Megacity herstellt,
habe ich mir ein sehr prägnantes Geräusch aus
dem Gare du Nord in Paris ausgewählt: das
unaufhörliche Umblättern des großen
Fallblattanzeigers. Ein permanenter
Geräuschkontrapunkt ist weiterhin das subliminale
Balz-Motiv einer ‚gestimmten’ Straßentaube.

Durch einen Angleichungsprozess aller zeitlich
divergierenden Ebenen ist letztendlich eine Montage
beider Stücke möglich geworden.


Reaktionen/Meinungen
zu dépôt de beau songe (Auswahl):


"Das habe ich mit großem Interesse angehört."

Wolfgang Becker, ehemals Leiter Ludwig-Forum für
Internationale Kunst Aachen



" ... und ich bin gerade aufgetaucht aus der dunklen,
faszinierenden Klang-Welt von 'dépôt de beau songe'.
Ich finde, es ist eine sehr dichte Arbeit geworden, auf
jeden Fall ein intensives Hörerlebnis. Besonders
spannend finde ich die Schnittfläche, die "dépôt" ist,
zwischen O-Ton zu einem medizinischen Phänomen,
(das natürlich weit darüber hinaus weist), die
Textebene und die Musik, die als eine eigene Entität
die Sprechenden wie ein Mantel umströmt. Es war
auch ein bedrückendes Erlebnis, die
Aphasiepatienten sprechen zu hören, und es hat
viele Fragen aufgeworfen, was das Moment Sprache
für uns Menschen bedeutet, und wie
selbstverständlich und alltäglich es uns ist...
Nochmals Danke für eine spannende Arbeit. Ich
freu mich, dass ich die Arco-Technik jetzt kennen-
und Spielen gelernt habe."

Janko Hanushevsky, E-Bassist


"Es ist etwas Tolles daraus entstanden.
Mir hat es auch Freude gemacht bei Deinem
Projekt dabeizusein."

Gunnar Brandt-Sigurdsson, Tenor


"Du hast mir eine wirklich große Freude gemacht!
Ich habe Dein Werk mit Bewunderung gehört, und
manches ist mir natürlich jetzt erst im nachhinein
verständlich geworden, was Sprachduktus usw.
angeht. Eine Ehre, daran mitgewirkt zu haben!"

Max Volkert Martens, Schauspieler


"Thank you for your delightful sound (post-card)."

Igor Likar, Radio Slovenia ARS3
Szene aus "Meriterechkima"
   
2005 mériterechkîma
radiophones Theater- und Raumprojekt

2004 (opus 25)

für einen älteren Schauspieler (Heino Cohrs/
Rainer Krause, Aachen), einen jüngeren
Schauspieler (Karl Walter Sprungala,
Aachen), eine jüngere Sängerin
(Patrizia Herborn, Aachen), Elektronik
(Guy de Bièvre, B), Tonband

mériterechkîma ist ein Auftragswerk des Theater
Aachen
und wurde gefördert mit Mitteln der
Kunststiftung NRW .
Uraufführung: am 04.06.2010 im Spielort
'mÖrgens' des Theater Aachen


"mériterechkîma" behandelt unterschiedliche
Zeitebenen:

• das 'Ritual der Vorbereitung' eines
Selbstmordattentats, wie es in der
sogenannten "Geistlichen Anleitung der
Attentäter des 11. September" in
arabischer Sprache hinterlassen
worden ist;

• der in der Erinnerung eingefrorene Moment
des Schocks nach einem Attentat oder das
Verarbeiten dieses traumatischen
Erlebnisses in neuhebräischer Sprache,
wie es im SPIEGEL anhand eines
Interviews mit der israelischen
Bestsellerautorin Zeruya Shalev, 44,
dokumentiert worden ist;

• die Beschreibung der Bergungsarbeiten
in englisch, deutsch und
französisch
: nach jedem Anschlag in
Israel rückt die Organisation Zaka zur
Bergung der verstümmelten Opfer aus.
Dargestellt wird deren Sinnhaftigkeit als
ein perpetuierender Ablauf religiöser
Gesetzmäßigkeit: die freiwilligen Helfer –
alles durchweg orthodoxe Juden -
verlassen keinen Tatort, ehe nicht auch
der letzte Blutstropfen aufgenommen ist;

• die chronologische Wandlung der
Semantik des HERZENs, die nach ihrer
über 4000 Jahre währenden Entwicklung
semitischer Sprache und semitischer
Kultur nunmehr eine Umwertung ihres
Wertes erfahren zu haben scheint:
ausgehend vom altägyptischen Text
des "Mythos der Himmelskuh", wo der
'HERZENsmüde' Gott Re die Feuersbrunst
über die Menschheit verhängt;
über den sogenannten 'Verstockungsbefehl'
der HERZEN des Volkes Israel in
Jesaia 6,10;
bis zu der Adaption sufistischer Tradition
islamistischer Terroristen: als Reinigung
des HERZENs.


Reaktionen/Meinungen
zu mériterechkîma (Auswahl):

"Ich habe mériterechkîma gehört,
es ist ein interessantes Stück und
eine große Arbeit."

Peter Kristiansen,
Dänisches Radio Kopenhagen


"Rein formal gesehen gefielen mir sehr die
durchgehenden Elemente, so der hohe
angsterregende Klang oder aber der
dunkle Puls.“
Helga de la Motte,
Musikwissenschaftlerin, Berlin


„Ich bin höchst dankbar, es gehört zu haben
und es gefällt mir von jeher Ihre Arbeit
mitzuverfolgen.“

Magnus Florin,
Sveriges Radio Stockholm


Lieber Herr Peters,
in all der Arbeit bin ich erst jetzt dazu
gekommen, Ihr Stück anzuhören und
gratuliere Ihnen zu einem beklemmenden,
dunklen, anrührenden Werk. Natürlich fehlt
mir der Raumeindruck, aber allein beim
‚flachen’ Abhören kann ich spüren, dass
die Aufführung sehr eindrucksvoll
gewesen sein muss. Die Vielsprachigkeit ist
dabei ein besonders schöner Kunstgriff. Sie
bricht das Gesagte noch weiter in Facetten
auf, und die große Zivilisation und Kultur,
die in den Sprachen steckt, verschärft noch
den Skandal, den Terrorismus immer darstellt,
wie immer er sich begründen mag. 
Ich weiß nicht, ob ich die Auswahl der
Geräusche an jeder Stelle nachvollziehen
kann, auch hätte ich mir wohl einen
französischen ‚native speaker’
gewünscht, aber das tut nicht viel zur Sache.
Müßig, nach ein paar Details zu fragen, weil
das Ganze ziemlich genau die Stimmung
evoziert, die auch ich im Sinn hatte, als ich
meine Reportage * schrieb.
Ich freue mich also sehr, dass mein Text
Ihnen Inspiration war und dass ein Stück
Kunst daraus geworden ist, ein wichtiges,
wie ich finde. Denn es ist sehr schwer, das
Thema Terrorismus in unserer ideologisch
aufgeladenen Zeit adäquat zu bearbeiten -
und vor allem: dabei die Opfer nicht zu
vergessen. Sie und Ihr Stück gehen den
richtigen Weg, indem  Sie an den
menschlichen Kern der Vorgänge erinnern,
und indem Sie nicht einfache Antworten
geben auf extrem schwierige Fragen.
Herzliche Grüße

Ullrich Fichtner,
DER SPIEGEL Rédaction Paris
(* über JehudaMeschi-Sahaw und die
ZAKA-Organisation orthodoxer Juden in Israel)


"Die Komposition gefällt mir recht gut."

Manfred Hess, HR Frankfurt


"Es ist, was Thema und Material
betrifft, ein beeindruckendes Projekt."

Dr. Götz Naleppa
Deutschlandradio Kultur Berlin


"Eine Reise ins Universum der
Klänge - Peters' Werk, dessen
Text-Materialien mit palästinensischen
Selbstmord-Attentätern in Israel zu
tun hatten, ist geprägt von einer
gewissen Unausweichlichkeit. Das
gilt nicht nur für die in die Worte vom
Tonband eingestreuten Klänge,
die bisweilen etwas Lastendes
suggerierten ... Ein Stereo-Effekt
kam hinzu, waren doch die
Zuschauersitze durch den Raum
verteilt worden. Diese Räumlichkeit
des Hörens sorgte für einen inneren
Realismus, der durch die reduzierten
Aktionen der drei Akteure
zusätzlich unterstrichen wurde.
Sprache und künstliche Klänge
griffen hier eindrucksvoll
ineineinander."

Aachener Nachrichten
Feuilleton 06.06.05

Pariturausschnitt Notathion
   
nota.thión - après le Déluge
(- nach der Flut)


2002 (opus 22)

für Knabenstimme (Bilel Alibert, Paris)
und männliche Greisenstimme als
Erzähler (Mario Haniotis, Paris †);
Frauenstimme (Nathalie Joly, Paris),
Violoncello - Klänge/Geräusche
(Daniel Raclot, Paris).


nota.thión - nach der Flut ist ein Auftragswerk
von Radio France Culture Paris in Kooperation
mit Deutschlandradio Kultur Berlin sowie mit
Unterstützung des Goethe-Instituts Paris
Ursendung: 27.03.2005


Eine Intention dieser Arbeit liegt in der
Verschränkung zweier künstlerischer
Ausdrucksweisen miteinander: dem
literarischen Hörstück und der
zeitgenössischen musikalischen
Komposition. Sprache ist Klang und
Musik wird zum Medium epischer
Artikulation, wobei die Möglichkeiten
radiophoner Aufnahmetechnik bis an
ihre Grenzen ausgelotet wurden.

Inhaltlich basiert das 47minütige Ars
Acoustica-Stück auf der Schriftkultur
in den frühen orientalischen
Hochkulturen nach der legendären
Sintflut und setzt sich künstlerisch mit
dem Menschheitstrauma der
Katastrophe auseinander. Konkretes
Ausgangsmaterial von "nota.thión" –
die ‚notation‘, die ‚Zeichenschrift‘ – ist
die Schilderung der Sintflut in dem vor
über viertausend Jahre entstandenen
Gilgamesch Epos.

Mit seinen vertikalen und horizontalen
Klangereignissen gliedert sich die
Komposition struktural in zwei Ebenen.
Die erste Ebene ist die ‚Erzählschiene‘:
Von der männlichen Greisenstimme und
der Knabenstimme werden Verse der
assyrischen Originalkeilschriftvorlage
aus dem Gilgamesch Epos zitiert, welche
das Geschehen des Sintflutereignisses
wiedergeben. Im Vordergrund steht
weniger das Transportieren der
epischen Inhalte, als der Klang der
Sprache als solche.

In der zweiten Ebene ‚kommentiert‘
die Frauenstimme das Textgeschehen
mit altorientalischen Textfragmenten:
hurritische Abwehsprüche, althebräische
Gebete, hethitische Beschwörungsformeln,
akkadische Evokationen oder altägyptische
Poesie. Die Frauenstimme 'kommuniziert'
dabei mit dem Violoncello als dem
Instrument, das von seiner Tonlage her
der menschlichen Stimme am nächsten
kommt. Unterschiedliche
Saitenstimmungen und diverse
Metronomvorgaben durchlaufend,
produziert das Streichinstrument vielfältige
subtil perkussive Geräusch- und
Bogeneffekte.


Reaktionen/Meinungen
zu nota.thión (Auswahl):

„Ein Freund in New York besitzt ein
Fragment Ihrer Komposition "nota.thión"
... Ich bin ein treuer Zuhörer Ihrer Musik
und ich möchte mit meinen Radiohörern
Ihren umfangreichen Vorrat an Musik teilen.
Ihre Arbeit ist ein wertvoller Beitrag zu meinem
menschlichen und kulturellen Wachstum.“

Gustavo Bustamante Mesa
Radio UCO Kolumbien


„Ich habe ihr opus mit Interesse gehört –
es ist bemerkenswerte Geschichte von
großer Intensität und geistiger
Entschlossenheit.“

Orests Silabriedis
Latvian Radio Riga


"Ich war sehr gefesselt und beeindruckt."

Magnus Florin
Sveriges Radio Stockholm


"nota.thión habe ich sehr gerne gehört."

Andreas Hagelüken, RBB Berlin


"Eine schöne und interessante Produktion."

Manfred Hess, HR Frankfurt
Peter Kristiansen, DR Kopenhagen
Juraj Duris, SR Bratislava
Maja Baralic-Materne, RBH Sarajevo
Hannes Valdma, ER Tallinn
Zdenik Boucek (†), CR Prag


"Ich denke, es ist eine schöne –
bisweilen ziemlich bedrohlich
wirkende - Arbeit."

Kate Mead, Radio New Zealand


"Das Stück setzt sich aus verschwundenen
alten Sprachen zusammen: altassyrisch,
altakadisch und hethitisch. Als
wesentlicher Bestandteil der Partitur
beantwortet das Violoncello in einer
verwirrenden sonoren Alchimie mit
ungewöhnlichem und perkussivem
Klangtimbre den Text, der von der
Klangfülle der Wörter widerhallt.
Komponiert im reinsten Geiste der
amerikanischen strukturalistischen Musik,
mischt das Stück subtil sich wiederholende
rhythmische Strukturen unter eine vokale
Polyphonie, welche die drei Zeitalter der
Menschheit symbolisiert."

Philippe Langlois,
Radio France Culture Paris


"Ich bin gänzlich ‚ergriffen‘ von Deinem
Werk: es ist wirklich großartig und ich finde
Dein Stück buchstäblich ‚verzaubernd‘.
Ich bin der Meinung, es steht außerhalb
der Zeit: indem man eine Vergangenheit
sehr stark empfindet, fühlt man sich
dennoch gleichzeitig in die Gegenwart
versetzt, durch die Vorstellung von einer
Zeit, die noch nicht existiert: der Zukunft!!
Es freut mich sehr, an der Entstehung
Deines Werkes mitgewirkt zu haben.
Danke und BRAVO!"

Daniel Raclot,1e Soliste d'Orchestre
Philharmonique de Radio-France Paris



"Lieber Herr Peters, Sie haben ein
wahres ‚Hörstück‘ komponiert."

Prof. Dr. Helga de la Motte, TU Berlin
 
Bernhard Luers mit der Boomerang-Maschine
 
2002 né-tchr - a music story
2001 (opus 20)

für Frauenstimme (Ruth Geiersberger,
München), tiefe Männerstimme (Bernhard
Lüers, Aachen), hohe Kinderstimme
(Miriam Löhr, Aachen),
Perkussion (Dirk Rothbrust, Köln),
Boomerang-Maschine (Dr. B. Lüers),
Regie (der Autor).


né-tchr ist als Auftragswerk für das
DeutschlandRadio Berlin im
September 2001
entstanden und wurde
im August 2002 im swr Baden-Baden
produziert
Erstsendung: 06.12.2002 DLRBerlin


Claudio Monteverdi's Oper "Orfeo"
war mein ursprünglicher
Fixierungspunkt, von dem ich
ausgegangen bin, eine 'Kammeroper
für das Medium Hörfunk' zu entwickeln.
Orfeo, ist der magische Sänger und -
als eine schamanistische Reminiszenz
kultureller Erinnerung - Wanderer sowie
Vermittler zwischen den Welten. Mit dieser
Mittel-, Unter- und Oberwelt habe ich
gleichsam eine dreigliederige Formel
gefunden und somit einen ersten
strukturellen Baustein.

Monteverdi's 1607 entstandene
vielschichtige Favola in musica reflektiert
denn auch einen 'magic speech', den ich
in diesem Sinne als Ausgangspunkt für
eine Art archaische 'Musik-Geschichte'
auf mich habe wirken lassen. "né-tchr -
a music story" hat als Gedankenspiel
im Sommer 2001 Gestalt gewonnen. Ein
Gedankenspiel, dessen innere Struktur
der vielfachen Verweise und Anspielungen
ich gefolgt bin oder besser: die ich in
meiner gedanklichen Fantasie für 40
Minuten festgehalten habe.

"né-tchr", was nicht von ungefähr wie das
englische Wort 'nature' klingt - gemeint ist
'die Natur', 'das Wesen', 'die
Beschaffenheit' - ist die phonetische
Umschreibung des altägyptischen Begriffes
für Gott: n-t-r. Dieses Wort 'náter', wie der
Ägyptologe sagt, die erste schriftlich
wiedergegebene Wortschöpfung
- Hieroglyphe -, symbolisiert im archaischen
Ägypten als bandagiertes Wurfholz das
Göttliche schlechthin. Hier ist der
Boomerang, die 'unheimliche
Geisterstimme im Wind', Symbol für die
Wiederkehr: der Schamane oder Priester,
der sein Wurfholz einem Orakel gleich
aussendet, um allen Umstehenden das
'Wiedergeboren-werden im Wind' vor
Augen und Ohren zu führen.

'Schiff der Erneuerung' ist in der
Archäologie ein Begriff für die Darstellung
von Kultschiffen, welche in Ägypten, in
den Megalithgräbern oder auf
skandinavischen Felsbildern gefunden
worden sind. Die letzteren skandinavischen
Petroglyphen weisen denn auch meistens
zusätzliche Abbildungen sogenannter
'Rückkehrer' sowohl für Rechtshänder als
auch für Linkshänder auf.

Ein weiterer Mosaikstein im Gesamtbild
dieser Kulturvielfalt ist der sogenannte
'Seelenstein' von La Pasada auf Gran
Canaria. Dieses labyrinthartige Gebilde -
ein Petropglyph in der Nähe eines
Ahnen-Friedhofs der Guanchen-Kultur -
versinnbildlicht in meinen Augen die
chiffrierte Botschaft der Wiederkehr, wobei
die einzelnen Kammern des Labyrinths ein
arithmetisches Modell ergeben: 6 + 5 + 4
+ 3 + 2 + 1 + 0 + 1 + 2 + 3 + 4 + 5 + 6.
Folgt man in Gedanken dieser Anordnung
der zusammenhängenden Labyrinthkammern,
so ergibt sich eine rechtsdrehende
Kreisbahn, welche in den Mittelpunkt
hineinführt und in einer linksdrehenden
Kreisbahn wieder zurückgeführt wird.
Ein Gedanke, welcher denn auch als
Formprinzip in mein Ars Acoustica-Projekt
eingeflossen ist.

Diese Nachfahren des CroMagnon-
Menschen empfanden das Herz nicht nur
als das zentrale Organ der Lebenskraft,
sondern vor allem auch als den Sitz des
Denkens und des Verstandes. 'Mit dem
Herzen Gott hören', wird zum zentralen
Moment einer religiösen Idee. In diesem
Sinne habe ich fünf Textfragmente als
phonetisches Material verwendet, die von
den Vokalisten: Bernhard Lüers, Ruth
Geiersberger und Miriam Löhr als Ton
angestimmt, geflüstert oder gehaucht
werden. Textfragmente aus Kulturen,
welche die unterschiedlichen Aspekte
des Herzbegriffes aufgreifen.
Monteverdi's Gebrauch der Anima habe
ich hierbei gleichsam übertragen in den
Begriff des Herzens.

So gibt es nach einer 'Ouvertüre', in der
der Perkussionist Dirk Rothbrust ein
Geräuschszenario entfacht, eine Art '1. Akt'
in der 'Mittelwelt'; Titel: "Das hörende
HERZ - das Gespräch mit meiner
ANIMA." - "netháthel: thitis.ema.jebá.neHát
.anewí: men.netúj.snete", was sich aus dem
altägyptischen mit dem Satz; "Ich habe dich
in mein Herz gegeben, weil du stark bist,
(du) Beschützerin; siehe: ich habe keine
Angst mehr." übertragen läßt.

Es gibt einen '2. Akt'; Titel: "Mein HERZ
klagt an - Trauer um meine ANIMA." -
"Plañü niz bihotzetik/gaitzazerdü dan han
eztakik/trizter nesija habateka türik.", der
Beginn eines baskischen Liedes, in
welchem die Klage des Herzens
beschrieben wird.

In der 'Unterwelt' folgt der '3. Akt';
Titel: "Mein HERZ - meine ANIMA - ist tot." -
"soncho -kuna-nku wistschui-ni-ka-nku
tschiki-pi/ soncho-kuna-nku wanjui-ni-ka-nku
tschiki-aitscha-manta-nku-pi", welches aus
dem Quichua-Dialekt der Inkas übersetzt,
folgenden Wortlaut ergibt: "Ihre Herzen sind
in Sünde versunken/ihre Herzen sind tot in
ihren fleischlichen Sünden."

Es folgt der '4. Akt'; Titel: "Befreie mein
HERZ - meine ANIMA." - "tsaw-raw'oot
lay-hawh' w'i-rew-khee-h'oo/mim-tsoo-
kaw'-taj yaw'-tseew'-eele", als hebräisches
Zitat aus den Psalmen Davids: "Befreie
mein Herz von der Angst/führe mich heraus
aus der Bedrängnis."

In der 'Oberwelt' gibt es schließlich als
Finale einen '5. Akt'; Titel: "Sprenge den
Knoten in meinem HERZEN - ich erkenne
die ANIMA als das Selbst." - "bhydyate
hrdaya-grantis/chidyante sarva-
samsayaach/kschiiyante tschaasya
karmaani/drschta evaatmaaniisvare",
dies ist Sanskrit und heißt übersetzt:
"So wird der Knoten im Herzen gesprengt/
und alle Zweifel zerfallen in Stücke/
die Kette der fruchtbringenden
Handlungen hat ein Ende/wenn man das
Selbst als Meister erkennt."

Im Hinblick auf den kompositorischen
Aspekt war es ein wesentlicher Gedanke,
den Ton des Boomerangs im Studio zu
simulieren; ihn also der harmonischen
Vertikalen anzupassen, das heißt: ihn
jeweils nach den fünf Tönen E - G - A - H - D
zu 'stimmen' und gleichzeitig den
Zeitverlauf des Rückkehrers auf der
horizontalen Achse zu veranschaulichen.
Im großen Studio des Südwestrundfunks
Baden-Baden fand sich denn auch
genügend Raum, um die Boomerang-
Maschine vorzuführen, welche der
Wissenschaftler Dr. Bernhard Lüers
gleichsam als ein Instrument für dieses
Projekt entwickelt hat.

Erläuterung des Titels né-tchr - a music story :
• ein bandagiertes Wurfholz galt im
archaischen Ägypten (ca. 4000 v. Chr.) als
erste Hieroglyphe für "Gott" (ntr)
• Verweis auf: den Boomerang als
‚Geisterstimme‘, schamanistisches Orakel
und Symbol für die Wiederkehr
• der Begriff "Das hörende Herz" – "Das
Herz als Zentrum der Lebenskraft des
Menschen ist erstmals in Ägypten zum
Symbol der Wahrnehmung geworden:
‚Wen Gott liebt, der hört; aber nicht hört
der, den Gott haßt...'(Ptahotep,
Weisheits-Lehre, 2. Kapitel)." zitiert aus:
Hellmut Brunner, "Das hörende Herz", 1988. "
• phonetische Abwandlung des englischen
Begriffs "nature" (nei’tche); Verweis auf:
die Bedeutung‚ die Natur, das Wesen
die Beschaffenheit
a music story; Verweis auf:
MONTEVERDIs Untertitel des Orfeo
"Favola in musica" (1607); Verweis auf:
das Gedankenspiel einer archaischen
‚Musikgeschichte‘
meint im französischen "geboren
werden", im Sinne von Wiedergeburt;
ethymologische Verwandtschaft des
Begriffs tw (tchu) im altägyptischen für Wind:
"Wiedergeboren werden im Wind".
ntr eine erweiterte Bedeutungsebene
meint nj-tr ("Der vom Pappelbaum
stammt"); Verweis auf: das
Pappelrauschen, ein ‚musikalisches‘
Motiv, welches seit etwa 14 Jahren in
meinen Arbeiten vorkommt – insbesondere
den Klanginstallationen (die Pappel
ein alter ego).

Reaktionen/Meinungen
zu né-tchr (Auswahl):

„Ich habe ein sensibles, monotones
Ritual wahrgenommen, mit deutlichen
Einflüssen nichteuropäischen
Strukturdenkens, eine spannende
Atmosphäre erlebt.“

Folkmar Hein,
TU Berlin Elektronisches Studio


"Ich darf Ihnen zu einer überwiegend
gelungenen und eindrucksvollen Arbeit
gratulieren! ... Und der letzte Teil ist einfach
furios. Ich war begeistert ... ich freue mich sehr,
dieses Stück senden zu können."

Dr. Götz Naleppa,
DeutschlandRadio Berlin

Erstsendung: 06.12.2002


"'ne-tchr' hat mir sehr gut gefallen. Der
Moment, wo die Stimme einsetzt ist
außerordentlich."

Prof. Dr. Helga de la Motte, TU Berlin


"I found it fascinating."

Dave Carley, CBC Toronto


"Ce pièce est très bien!"

Thierry Genicot, RTBF Bruxelles


"Deine Stücke sind total toll! - né-tchr
hat sich wunderschön angehört!"

Armeno Alberts, nps Hilversum


"The work is full of wonderful sounds
... I will put this piece aside and suggest
it as a possible piece for that series on
our stereo FM network next year."

Matthew Leonard, Radio New Zealand


We do like your work very much and
will keep it in mind for our 2003
programming."

Robyn Ravlich, ABC Sydney


"Als Musikstück, also etwas semantisch
Leeres, höre ich ihre Komposition mit
Genuß."

Susanne Hoffmann, NDR Hamburg


"Interesting work and fascinating world
as well."

Magnus Lindman, SR Stockholm
Bernhard Luers am Resonator
 
2000 CavæTóna
1999 (opus 16)

für tiefe Männerstimme (Bernhard Lüers,
Aachen), Perkussion (Dirk Rothbrust, Köln),
Regie: Stefan Fricke, Köln
Produktion: Saarländischer Rundfunk
Erstsendung: 23-05-2000 SR2Kulturradio

CavæTóna ist 1999 aus der Beschäftigung
mit der Bildwelt paläolithischer Kulthöhlen
und mit den Ritualen des Schamanismus
entstanden.

Zunutze gemacht habe ich mir dabei die
Forschungsergebnisse vor allem
französischer Musikarchäologen: eine sehr
tiefe Männerstimme kann den Höhlenraum
an bestimmten Stellen zum Klingen bringen;
sensationell dabei ist, dass diese
Resonanzpunkte analog zu bestimmten
Bildern und Zeichen zu finden sind.

In diesem Projekt berühren sich
Wissenschaft und Hörkunst auf vielfältige
Weise: Der Bassist und
Naturwissenschaftler Dr. Bernhard Lüers
(Aachen) hat dabei eigens für die
Produktion des Saarländischen
Rundfunk
im Jahr 2000 einen Resonator
aus PVC-Rohren entwickelt, um die
Simulation einer (fiktiven) Höhlensituation
zu schaffen. In dieser Höhle vollzieht der
Schamanensänger im Umfang der
Kontra-Oktav sein Ritual in ethnischen
Sprachen: Navajo-Dialekt, Altägyptisch,
Tibetisch, Sanskrit, Keltisch, Aborigine-
Dialekt. Unterstützt wird das Ritual
durch das Spiel des Perkussionisten
Dirk Rothbrust, der auf authentischen
Instrumenten spielt: u.a. Trommeln,
Rasseln, Schwirrholz, Feuersteingeräte.

Reaktionen/Meinungen
zu CavæTóna (Auswahl):

"... thank you for the opportunity of hearing
your powerful piece."

Andrew McLennan, ABC Sydney
Sendung:
04.02.2002


"Ein Schritt zurück in den 'konzertanten'
Bereich, also in die objektivierbare Dauer
einer Aufführung und gleichzeitig wieder
einen Schritt darüber hinaus ist Norbert
Walter Peters mit dem Radiostück CavæTóna
(Höhlenton) gegangen ... Die Definitionsnot
bleibt erhalten angesichts der Frage,
ob das ein Musikstück, eine
Radiokomposition, ein Hörspiel oder
etwas anderes ist. Die Praktikabilität des
Stücks, das als Produktion in der
Reproduktion immer wieder auflebt, führt
es zurück in traditionelle Werkmaße und
kann doch damit nicht abgetan werden.
Die akustische Spur, der Abdruck in der
Zeit evoziert ein HÖRBILD; vielleicht
sogar ein Tongemälde ...
CavæTóna vertont alte Anrufungen, das heisst
Fetzen und Fragmente alter Sprachen
... und ist damit eine Weltmusik über alle
Zeiten hinaus oder zurück."

"Ich transportier' Energie"
Ein Porträt des Komponisten,
Klangkünstlers und Musikers
Norbert Walter Peters
von Reinhard Ermen swr Baden-Baden
Sendung: 28.07.2001im Atelier Neuer Musik
des Deutschlandfunks KÖLN


"Es ist eine eindrucksvolle Arbeit ..."

Goetz Naleppa, DeutschlandRadio Berlin
Sendung: 23.02.2001


"Rundfunkproduktion des Jahres 2000."

Renate Richter, MDR Leipzig
Sendung:
28.12.2000


"Une pièce très moderne."

Gérald Vinckenbosch,
RTBF Bruxelles
Sendung:
03.12.2000


"I really like the project and the recording
... it is really a great piece."

Eric Belgum,
CD Sound Journal VOYS
Minnesota/USA


"I find it very interesting."

Michel Lorblanchet
Archäologe
Directeur de Recherche de CNRS Paris


"Es ist ein sehr eindrucksvolles Werk,
einschließlich der Hintergrundrecherche ...
Indem mehrsprachige Texte und
lautmalende Ausdrücke verwendet werden,
mit fremdartiger Artikulation und besonders
tiefen Resonanzen (Röhren), bekommt Ihr
Stück seinen abstrakten Charakter. Dieses
hält die Imagination des Hörers wach ..."

Pekka Siren, Ars Acoustica Gruppe

Yleisradio Helsinki


Erläuterung des Titels CavæTóna:
cave - englischer Begriff für Höhle
cavea, cavae - lateinischer Begriff für Höhlung
• cave - lateinischer Begriff für:
sich hüten;
Sorge
tragen für
tona - lateinischer Begriff für: singen; mit einer
Donnerstimme etwas ertönen lassen
cavare - lateinischer Begriff für: ausgraben;
Nutzen ziehen aus
Cavatína - musikalischer Begriff für ein
Sologesangsstück in Opern, von einfachem
liedhaftem Charakter

CavæTóna wurde bisher in 30 Programmen
und Veranstaltungen weltweit gesendet/
vorgestellt:
Saarbrücken, Leipzig, Köln,
Frankfurt, München, Darmstadt, Berlin,
Baden-Baden, West- und Osteuropa,
Australien und Neuseeland, Lateinamerika
(siehe auch
Bibliographie und
Aktuelles).

ars acoustica
  mériterechkîma
nota.thión - après le Déluge
né-tchr - a music story
CavæTóna